Vorwärts Ludwigshafen gewinnt nach einem Krimi 16:12 gegen Darmstadt


Die Vorzeichen in diesem Spiel waren eigentlich gut. Darmstadt hatte letzte Woche einen Punkt zu Hause gegen Freiburg abgegeben. Genau gegen Freiburg konnte Ludwigshafen den zweiten wenn auch knappen Sieg verbuchen. Mit einem Sieg gegen Darmstadt würde
man in der Tabelle an den Hessen vorbeiziehen. Aber zu Beginn lief alles anders. Nach dem schnellen 0:1 und dem Ausgleich 20 Sekunden später war der Wurm im Spiel der Ludwigshafener. Die Abwehr bekam den starken Centerspieler der Darmstädter nicht unter Kontrolle. Wenn dieser einmal nicht Treffen konnte sprangen seine Mitspieler in Überzahlsituationen ein. So stand es plötzlich nach nur 12 Minuten 1:7 aus der Sicht der Ludwigshafener. Das sah nach einer hohen Niederlage aus. Doch es ging plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft. Durch 3 Tore des gut aufgelegten Martin Görge und weiteren 3 Toren seiner Mitspieler stand es innerhalb von 3 Minuten nur noch 7:6. Dies war gleichzeitig der Halbzeitstand. Das 3. Viertel war dann durch eine ausgeglichene Spielweise auf beiden Seiten bestimmt. Die vielen Hinausstellungen in diesem Viertel taten dem Spielfluss der Ludwigshafener auch nicht immer gut. So ging man mit einem Tor Rückstand (10:11) in die letzten acht Minuten. Nach 36 Sekunden allerdings wendete sich das Blatt. In der laufenden Saison oftmals bei der Anzahl der Hinausstellungen benachteiligt wurde den Spielern aus Ludwigshafen eine 4 Minuten Überzahl zugesprochen. Und diese Zeit nutzten die jungen Wilden konsequent. Nach Ablauf dieser Überzahl führte man 16:12. Auch in den letzten 4 Minuten lies man kein Gegentor mehr zu und verwaltete das Ergebnis. 'Zu Beginn dachte ich, das die im Wasser verweilenden Spieler nicht meine sind. In der Abwehr lief gar nichts zusammen obwohl wir wussten wie Darmstadt spielt. Beim Stand von 1:7 hätte ich am Liebsten das Bad verlassen. Plötzlich legte meine Mannschaft den  Hebel um. Die Aufholjagd zeigte, dass sich die Mannschaft nie aufgibt. Heute wurde zudem konsequent das Überzahlspiel genutzt und wir wurden nicht wie oft zuvor von den Unparteischen benachteiligt. Ich muss den Hut ziehen vor meiner Truppe. Sie hat den Kopf selbst aus der Schlinge gezogen. Mit dieser Moral werden wir es schaffen in der zweiten Liga zu bleiben'. Mit diesem Fazit konnte der Trainer Thomas Gebhardt in die anschließende Mannschaftsbesprechung ziehen.
 
Spielfilm :
 
1. Viertel        1:4
2. Viertel        5:3
3. Viertel        4:4
4. Viertel        6:1
Endstand     16:12
 
Hinausstellungen :
 
Darmstadt         13 + 2 Strafwürfe
Ludwigshafen    12
 
Tore Ludwigshafen :
 
Martin Görge            5
Oliver Görge             1
Benjamin Hettich      1

Daniel Sankovic        4
Johannes Schmitz    4
Arndt Vogel              1
 
Nächstes Wochenende geht es gegen den führenden der Tabelle in der 2. Liga der Spielgemeinschaft Mannheim/Leimen im heimischen
Ludwigshafener Bad. Mal schauen, wie sich die positiven letzten Wochen auf solch einen Gegner auswirken.
 
Jens Schwarzkopf