Von der Inkongruenz von Vorstellung und Wirklichkeit


Nach der sehrguten Vorstellung gegen den SV Ludwigsburg reiste der Vorwärts voller Elan in Friedberg an, fest entschlossen weitere Punkte für den Klassenerhalt für sich zu verbuchen. Nicht ohne Grund, denn die Leistung im vergangenen Heimspiel machte Spielern und Fans Lust auf mehr!

Friedberg ist in dieser Saison nicht auszurechnen und weist neben sehr guten Ergebnissen auch unerklärchliche auf! Speziell nach dem 4:4 Unentschieden gegen Nürnberg, hatte die junge Truppe, ja auch du „Babba“, Blut geleckt und wollten den Sieg!

Die Vorwärtsler fanden nicht wirklich ins Spiel und mussten schnell einer 2:0 Führung der Gastgeber hinterlaufen. Laufen wäre wohl auch besser gewesen, denn die Bewegung im Wasser ließ zu wünschen übrig! Mit 2 Toren Rückstand rettete man sich in die Viertelpause bei einem Spielstand von 4:2.

Das ludwigshafener Spiel wirkte unkoordiniert. Aktionen, Spieler und Ball fanden einander nicht im Gewirr blauer und weißer Kappen, Überzahlsituationen wurden nicht konsequent ausgespielt, jedoch vom Gegner gleichermaßen konsequent per Konter bestraft!

Dennoch hieß es zur Halbzeit 4:4, was Hoffnung die Hoffnung auf die beiden erwähnten Punkte in weniger weite Ferne rücken ließ. Das Spiel verlief zwar auf Augenhöhe, jedoch mit dem glücklicheren Händchen für die Hessen, die das 3. Viertel mit 4:2 für sich entscheiden konnten. Da war es wieder – das verflixte dritte Viertel – und ein 4:2 kam dem Vorwärts ebenfalls bekannt vor!

Sowohl im dritten als auch im letzten Viertel kam die Truppe um Coach Thomas Gebbes zweimal bis auf 1 Tor an die Gastgeber heran, vermochte den Ausgleich jedoch nicht herzustellen. Die Chance, aus dem 8:7 ein Unentschieden zu erzielen, verschmähten die Vorwärtsler. Friedberg ließ sich andererseits nicht lange bitten ihre Führung auszubauen, was der Gastgeber personell durch Ilja Scerbinin bewerkstelligte. Nun waren die wieder kurz vor Schluss wieder 2 Tore weg und an der Nullrunde für den Vorwärts änderte auch die sehr schöne Aktion von Martin Görge wenige Sekunden vor Abpfiff nichts mehr. Endergebnis 9:8 für die Gastgeber.

Betrachtet man die etwas zu wahllos offensiv ausgelegte Spielweise und die vergebenen Chancen des Vorwärts, dann war die Vorgabe in Friedberg 2 Punkte einzuspielen alles andere als weit hergeholt – vor Ort allerdings eigens verspielt!

Dennoch: Friedberg hat ein sehr schönes Bad/Becken, auch das Spiel war samt Scheidrichterleistungen ein ordentliches. Dafür gibt es 2 zwei Pluspunkte! Die unnütz physisch überbetonte Spielweise der Friedberger – das habt ihr eigentlich nicht nötig, also wieso??? – und ihr gastfeindliches, gar Gäste beleidigendes Publikum, bringt den Gästen allerdings zwei fette Minuspunkte.

Und ich kann es nur immer wieder hervorheben: Hut ab und vielen, herzlichen Dank an unser Publikum, das sogar hessische Badeanstalten in die Ludwigshafener Lärmbude verwandelt und ihren Jungs im Wasser treue Dienste tut!

Nächsten Samstag heißt der Gegner Nürnberg du dann sind 2 Punkte fällig!

Ergebnis: 9:8

Viertelergebnisse: 4:2; 0:2; 4:2; 1:2.

Mannschaft: M. Grahn (TW), D. Sankovic, C. Hartard, J. Schmitz (C), F. Schmitz, C. Schröder, P, Kumin(1), A. Vogel, B. Hettich, O. Görge (1), M. Görge (3), V. Becker (2), B. Schlick (1). 

Bag Dhad