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Eine Reise nach Berlin
Eine wahre Geschichte in mehreren Episoden
1. Die Hinfahrt:
Mit einer Delegation von 35 Personen machte man sich auf den Weg zum Berliner Bärencup 2008 für die D/E-Jugend.
Am Freitag den 30.05.2008 ging es los. Treffpunkt war 12:00 am Vereinsgelände. Vier Busse die man benötigte um die Spieler, Betreuer und Gepäck nach Berlin zu bringen standen schon bereit. Nachdem alle Jugendliche und Gepäck in den Bussen verteilt waren ging die Fahrt ca. 12:45 los. Fröhliche Eltern ihre Kinder in guter Obhut wissend und mit der Aussicht auf ein ruhiges Wochenende verabschiedeten höflich winkend die Caravane. Nach einem kurzen Abstecher über Gartenstadt um dort einen Spieler von der Schule abzuholen der keine Freistellung bekam (warum nur?) ging es dann gegen ca. 13:30 auf die Autobahn. Flott ging es voran bis kurz vor Fulda. Als ob es jemand ahnte das die Pfälzer kommen wurde urplötzlich die Strecke gesperrt, weil es die Fahrbahn vorzog sich lieber 2 Meter abzusenken als uns drüber zu lassen. Diesen Umstand nutzte man um den wie aus Zufall auftauchenden Autohof für eine erste Rast zu nutzen. Nach dieser kurzen Pause wurde beschlossen über die Landstrasse Richtung Fulda und von dort auf die Autobahn zurückzufahren. Durch tiefstes Hessenland auf Landstrassen die bessere Feldwege waren schaffte man den Anschluss zur Autobahn nach ca. 40 Kilometern. Eigentlich sollte die Fahrt nun zügig weitergehen aber Staus, bedingt durch Baustellen, liegengebliebene LKWs und Unfällen, bescherte uns so manchen unfreiwilligen Stop. Diese Aufenthalte wurden genutzt um die Blase oder auch Magen zu entleeren und für kurze Smalltalks zwischen den Bussen blieb auch noch Zeit, bis der Ruf ertönte „es geht weiter“.
Ist schon erstaunlich wie schnell nach diesem Ausruf so mancher zu seinem Bus sprintete. Sieger dieser Disziplin war ohne Zweifel Corinna Schäfer knapp gefolgt von Selina Kasper. Als die Dunkelheit über uns hereinbrach und die Fahrer darauf achten mussten zusammenzubleiben erreichte man den Randbezirk von Berlin. Nach weiteren 50 Kilometern und insgesamt über zehn Stunden Fahrt waren wir am Ziel. Krügers Garten.
2. Die Ankunft:
Nach einer herzlichen Begrüßung wurden die Busse entleert und die Kids auf die schon aufgestellten Zelte verteilt. Danach gab es einen Mitternachtsimbiss. Bratwurst, Kartoffelsalat, Zaziki und Brot waren vorbereitet um die leeren Mägen zu füllen.
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Am Lagerfeuer wollte man in aller Ruhe noch etwas abhängen bevor Matratzenhorchen angesagt war. Leider wie so oft hielt sich die Disziplin einiger unverbesserlichen in Grenzen. Erst nach mehrmaligen eingreifen der Betreuer kehrte gegen 3:00 Uhr Ruhe ein die um 6:00 Uhr auch schon sein Ende fand. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte man sich auf zur Berlinrundfahrt bevor es zu den Spielen ins Bad ging.
3. Berlin Rundfahrt und erster Wettkampftag:
Angeführt von Icke Krüger und immer darauf bedacht mit fünf Fahrzeugen zusammenzubleiben näherte man sich dem Berliner Zentrum. Berliner Zoo, Reichstag, Brandenburger Tor, Brenzlauer Berg und noch mehr war beim vorbeifahren zu bewundern. Manch Busfahrer und einige Jugendliche bekamen davon recht wenig mit, erstens weil man sich auf den Verkehr konzentrieren musste und zweitens einige Jugendliche aufgrund fehlenden Schlafs einfach wegdämmerten.
Eine kurze Vorortbesichtigung am Brandenburger Tor wurde flugs zum Fotoshooting genutzt bevor es ins Weddingerbad ging.
Es erwartete uns ein 50 Meter Becken mit zwei Spielfeldern. Das erste Spiel bestritt unsere D Jugend gegen den Gastgeber SC Wedding. Schnell machte sich bemerkbar wer hier Favorit ist. Zur Halbzeit stand es 4:2 für die Gastgeber. Bis dahin sah alles noch recht ordentlich aus. Im zweiten Spielabschnitt merkte man den WSV Spielern an das ihnen aufgrund der Übermüdung etwas an Frische fehlte. Mit 9:5 verlor man gegen Wedding. Kämpferische Moral bewies unser Mannschaftskapitän Moritz Kühner der mit vier Treffern alles versuchte das Spiel offen zu halten. Das schönste Tor erzielte Niels Maywald durch einen Konter nach Pass von Moritz Kühner.
Im zweiten Spiel gegen den Bundesliganachwuchs von Spandau 04 brachen alle Dämme. Mit 17:3 ging man chancenlos unter. Dieses Spiel war geprägt durch viele Hinausstellungen auf beide Seiten die Spandau aber besser nutzte. Für den Vorwärts trafen Moritz Kühner zweimal und Dennis Ichsanov.
Fazit des ersten Spieltages der D-Jugend: Mit einer ausgeschlafenen, hellwachen Mannschaft wäre ein Sieg gegen den SC Wedding möglich gewesen und die Niederlage gegen die starken Spandauer wäre nicht in dieser Höhe ausgefallen.
Besser machte es da unsere E-Jugend die drei Begegnungen austragen musste. Zudem wurden an den SC Wedding zwei Spieler (Stefan Wambsgans und Felix Lauer) ausgeliehen die dann insgesamt fünf Spiele bestritten. Im ersten Spiel gegen den SG Neukölln musste man eine 6:1 Niederlage hinnehmen. Viel zu hektisch im Abschluss verlor man die Bälle vor dem gegnerischen Tor. Mit 2 bis 3 Centerspielern gleichzeitig machte man sich selber die Räume eng. Durch unsere mangelhafte Umkehr durften die Neuköllner einige Konter schwimmen die sie dann erfolgreich abschlossen. Das Ehrentor gelang Corinna Schäfer mit einem Kraftakt aus dem Gewühl vor dem gegnerischen Tor.
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Im zweiten Spiel gegen die Wasserfreunde aus Fulda wurde tief in die Trickkiste gegriffen. Vier Tore direkt nach dem Anschwimmen sicherten uns einen 9:6 Sieg. Diesmal wurde der Raum besser genutzt und folglich fielen dann auch schön herausgespielte Tore. Torschützen waren Corinna Schäfer (2), Henri Nachtrieb (5), Sommer Andreas, Lauer Felix und Rabus Felix (je1). Am meisten freute man sich über das Tor von Felix Lauer der zwar erst im dritten ansetzen den Ball im Tor unterbrachte aber drin ist drin.
Im letzten Spiel des Tages hieß der Gegner LSV Brandenburg. Leider hatten die Vorwärts Kids ihr Pulver gegen Fulda verschossen. Mit einer deutlichen 13:3 Niederlage endete das Spiel. Hochmotiviert ging man in dieses Spiel und machte die selben Fehler wie gegen Neukölln. Schnell lag man 6:0 hinten, Tore durch Corinna Schäfer (2) und Henri Nachtrieb (1) konnten für etwas Ergebniskosmetik sorgen.
Platt und mit seinen eigenen Leistungen unzufrieden machte man sich wieder auf den Heimweg zu Krügers Garten. Vor der Abfahrt gab es erst noch ein paar klärende Worte der Trainer. Ausgeruht wäre bei den Spielen tatsächlich mehr möglich gewesen. Es wurde festgelegt das spätestens um 24:00 alles in den Zelten ist und Ruhe einkehrt. Nachdem man bei Krügers ankam gab es noch ein deftiges Abendessen. Danach waren Spaziergänge und Fahrradfahren angesagt. Vor 23:00 verschwanden dann die ersten in ihren Zelten und noch vor 24:00 waren alle Jugendlichen dabei sich zu regenerieren.
4. Zweiter Wettkampftag:
Aufstehen um 7:00, Frühstück bis 8:00, danach Abfahrt ins Weddinger Bad fürs erste D Jugendspiel um 9:30. Alles klappte soweit reibungslos aber irgendetwas passiert ja immer. Nach ca. 200m Fahrt wollte ein rebellierender Magen seinen Inhalt den Mitinsassen im Bus nicht vorenthalten. Während die anderen Busse nach kurzem Palaver weiterfuhren machte man sich mit Handtuch und Mineralwasser daran das gröbste an Mensch und Maschine zu beseitigen. Dem Geruch versuchte man mit Kokosdeo beizukommen. Die Mischung dieser beiden Düfte hatte schon was für sich aber Schwarzwaldluft wäre besser angekommen. Mit etwas Verspätung und gut durchlüftet traf man im Bad ein und konnte noch die zweite Halbzeit in der Begegnung WSV Vorwärts gegen Wasserfreunde Fulda verfolgen. Haarsträubende Fehler einiger unserer Spieler war der Grund warum das Spiel 8:4 zugunsten der Hessen endete. Moritz Kühner wurde für seine Einsatzfreudigkeit belohnt indem er alleine alle vier Tore für uns erzielte. Im letzten Spiel der D Jugend hieß der Gegner Hellas Hildesheim. Auch in diesem Spiel war die Fehlerquote einiger Spieler sehr hoch. Den Spielern die dem WSV Nachwuchs erst seit kurzem angehören kann man schlecht einen Vorwurf machen, im Gegenteil einige sind sogar sehr positiv aufgefallen aber Spieler die schon Jahrelang dabei sind und die einfachsten Sachen verkehrt machen rauben nicht nur den Trainern den letzten Nerv sondern bestrafen den Rest der Mannschaft die sich Mühe geben und gewinnen wollen. Wiederum Moritz Kühner konnte zwei Treffer zum Endstand von 8:2 für Fulda beitragen. Letztendlich belegte die WSV D Jugend den letzten Platz. Eigentlich war sportlich gesehen mehr drin aber manch einer wollte wohl nur ein cooles Wochenende in Berlin verbringen.
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Versöhnlicher stimmte die Leistung der E Jugend. Mit 4:5 durfte man seinen zweiten Sieg gegen den Gastgeber Wedding feiern. Nach Toren von Henri Nachtrieb (2) und einem toll aufspielenden Andreas Sommer (2) ging man in der ersten Spielhälfte mit 4:0 in Führung. Danach gab es einen unerklärlichen Bruch in der Mannschaft. Bis kurz vor Spielende konnte Wedding zum 4:4 ausgleichen. Spannend wurde es dann als die Berliner einen Strafwurf herausholten. Hier zeigte unser Tormann Stefan Wambsgans seine Klasse und entschärfte mit einem tollen Reflex die Führungsmöglichkeit der Weddinger. Im direkten Gegenzug, 46 Sekunden vor Spielende, gelang Isabel Schäfer das Tor des Tages der uns den Sieg und das Spiel um Platz fünf sicherte.
Wie bei der D Jugend hieß der Gegner im letzten Spiel der E Jugend Hellas Hildesheim. Mit drei platzierten Hebern gegen die Stefan Wambsgans machtlos war wurde man 3:0 geschlagen. Leider standen die Abwehrspieler zu weit weg vom Gegner und konnten so die Treffer nicht verhindern. Trotz aller Bemühungen wollte, obwohl gute Chancen herausgespielt wurden, kein Tor fallen. Eine Verletzung von Andreas Sommer der ausgewechselt und behandelt werden musste und ein verworfener Fünfmeter sorgten noch für etwas Aufregung. Im großen und ganzen ging der Sieg für Hildesheim in Ordnung. Für die E Jugend die erst zum zweiten mal zusammenspielte war dies ein ordentliches Turnier mit einem guten Ergebnis. Zwei von Fünf Spielen gewonnen und der sechste Platz von acht Mannschaften erreicht, das kann sich sehen lassen.
Nach den Finalspielen nahm man noch an der Siegerehrung teil bevor man frisch geduscht an die Busse ging.
5. Die Heimfahrt:
Nachdem man sich von Icke Krüger verabschiedet hatte und alle Kinder in den Bussen verteilt waren setzte sich der Pfälzer Tross gegen 16:00 Richtung Heimat in Bewegung. Nach ca. 20 Kilometern Fahrt mal wieder ein Stau der zum Tanken und Plündern eines Fast Food Palastes genutzt wurde. Stockend ging es dann weiter und erst außerhalb von Berlin hatten wir freie Fahrt. Nach zwei weiteren Stopps und einer disziplinarischen Umsetzung, weil ein Jugendlicher die Heimfahrt mit Fasching verwechselte und fleißig Süßes wurfgewaltig im Bus verteilte, kam man dem Ziel Ludwigshafen bzw. Grünstadt immer näher. Beim letzten Stopp verabschiedete man sich von der Grünstädter Gruppe. Gegen 23:00 war es dann soweit. Am Parkplatz des Vereinsgeländes warteten schon die ersten Eltern. Der Rest ging dann schnell über die Bühne. Busse ausladen, Kinder übergeben, Busse reinigen dabei ein kurzer Small Talk mit den Eltern, Busse voll tanken und bei der Leihfirma abgeben. Danach Heim ins Bett zum relaxen.
Alles in allem war es für die Betreuer und die Jugendlichen ein lehrreiches Wochenende mit der Erkenntnis bei weiteren Turnieren die Organisation und die Qualifikation der Spieler zu überdenken.
Dank geht an alle Betreuer, Busfahrer, an die Familie Krüger und an die Eltern die es ihrem Anhang erlaubten bei so einem Turnier dabei zu sein. Dank geht auch an den Verein der dieses Turnier finanziell unterstützt hat.
Ende einer wahren Geschichte.
Mannschaftsaufstellung der D Jugend:
Tor: Simon Sommer, David Milicevic
Tassja Buchheit, Franziska Enzian, Robin Buchheit, Jan Willmann , Moritz Kühner (12), Niels Maywald (1), Alexandros Skiadas, Christos Stathoris, Dennis (1) und Roman Ichsanov.
Aus Grünstadt:
Selina Kasper, Sandra Liedtke, Matthias Hack, Sascha Kurbjuweit, Jonathan Dotzauer.
Mannschaftsaufstellung der E Jugend:
Tor: Stefan Wambsgans
Christin Kühner, Felix Rabus (1), Marco Reiff, Daniel Vlechev, Henri Nachtrieb (8), Paul Moreira, Andreas (3) und Johannes Sommer, Felix Lauer (1).
Aus Grünstadt:
Corinna (5) und Isabel Schäfer (1).
Betreuer und Busfahrer:
Frauke Tessarzik, Corinna Frosch, Daniela Thiels, Ralf Lauer, Markus Schäfer, Bernhard Krüger, Andreas Görge.
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