Ostersonntag 2009 vorverlegt!


Via Glasfaser wurde der wasserballinteressierten Fangemeinde Süddeutschlands von den fränkischen „Salzwasserraubfischen“ mitgeteilt, dass ihre Stammformation aufgrund schwerwiegender und mehrwöchiger Rekonvaleszenzen so schnell nicht wieder zusammenkommen kommen würde (Bericht wib 13.3.09). Entweder hat die dezente Heimniederlage der „Clubberer“ gegen Ludwigsburg die Regenerationszyklen ihrer Sportkameraden extrem verkürzt, oder die nahende Osterzeit hat ihre Wunder vorauseilen lassen und dem Vorwärts eine komplette Mannschaft geschickt, um einen echten Sieg zu feiern!

Wenig beeindruckt vom online-trash-talk bereitete Trainer Thomas Gebhardt sein Team auf die bevorstehende Herausforderung vor und seine Leute setzten seine Vorgaben eins zu eins um!

„Unser Bad, unser Publikum und dementsprechend auch unser Sieg! “ lautete das Motto, welches es umzusetzen galt. Schließlich hat man in Nürnberg nur knapp verloren und im süddt. Pokal konnte der Vorwärts bereits jede Menge „Barracudas“ fischen.

Konzentriert und agil von Anfang an begannen die sympathischen Pfälzer ihr Heimspiel und ließen sich nicht lange bitten die Partie mit einem Führungstreffer aus einer Überzahlsituation heraus zu eröffnen. Das erste Viertel ging verdient mit 4:2 Toren an den Gastgeber, welcher von einer beeindruckenden Fankulisse seelisch und moralisch vom Beckenrand aus unterstützt wurde.

Spielzeit Nummer zwei fiel mit einem 1:1 Unentschieden etwas magerer aus. Die robust-rustikale Herangehensweise der Franken an ihr Spiel harmoniert perfekt mit dem eine Woche zuvor gesponnenen Seemannsgarn, hinterließ bei den Vorwärtslern jedoch sichtbare Spuren. Nicht zuletzt spiegelte sich diese unangebrachte Physis der „Salzwasserraubfische“ im Spielbericht wider: sieben Spieler mit jeweils zwei Kreuzen und ein, wegen unsportlichen Verhaltens, dem Becken verwiesenen Torhüter!  

5:3 zeigte die Tafel zur Halbzeit und dem Vorwärts war bewusst, dass jetzt sein verflixtes drittes Viertel anstand. Interrimstrainer Gerd „Gebu“ Buchheit ermahnte seine Mannen fokussiert an die Leistung der ersten Hälfte anzuknüpfen und die Überzahlsituationen besser zu nutzen.

Nach dem dritten Viertel waren die Gäste aus Nürnberg einen vor und der Spielstand hieß 7:8. Kein gutes letztes Viertel, denn der Gast konnte dieses mit 5:2 Toren für sich entscheiden. Die Körperlichkeit der Gäste stellte die junge ludwigshafener Mannschaft vor einige Probleme. Zur fast göttlichen Auferstehung der Stammspieler gesellte sich jetzt auch noch „das Glück des Tüchtigen“ – will meinen, das „Glück des fest Zupackenden“  auf die Seite der Gäste. Uns aber egal! Ein Spiel hat vier Viertel und der Vorwärts nutzte seine Beweglichkeit und Luft, die er noch in seinen Lungen barg! Martin Görge sorgte wenig später für den Ausgleich, unser „Kapitän“ Hannes Schmitz legte nach schönem Assist direkt zur 9:8 Führung nach. Der Knoten war geplatzt, die Gäste wohl auch, denn Olli Görge sorgte mit zwei wunderschön platzierten Distanzschüssen für den nötigen Abstand, welcher mit einem klassischen, und in der nürnberger Seele brennenden, Buzzer-Beater auf und in der letzten Sekunde des Spiels von Christian  Hartard zum Endstand von 13:10 zementiert wurde!

Abschließend muss die herausragende Leistung der Geschwister Görge hier nochmals herausgestellt werden. Der Jugendnationalspieler Martin Görge ließ dem rückhandverliebten Center der Gäste wenig Freude am Spiel und beide Brüder konnten, wie bereits so oft in dieser Saison, vier Treffer für sich verbuchen, was für die Nürnberger fast schon gereicht hätte!  

Fazit: Wie bereits erwähnt: unser Bad, unser Publikum, ergo: unser Sieg!

Oder: Familie Görge 8 : Nürnberg 10 : Vorwärts 13 J

Ergebnis: (5:3) 13:10

Viertelergebnisse: 4:2; 1:1; 2:5; 6:2.

Mannschaft: M. Grahn, Chr. Schröder (TW), D. Sankovic, C. Hartard (1), J. Schmitz (C) (3), F. Schmitz, Chr. Schröder, A. Vogel, B. Webel, O. Görge (4), M. Görge (4), V. Becker , B. Schlick (1).